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Technische Überwachung - Ausgabe 5-2006

Wiedergabegenauigkeit der Sicherheitsventilkapazität bei kritischer Zweiphasenströmung aus Gas bzw. Dampf und Flüssigkeit

In memoriam Prof. em. Dr. rer. nat. H.-G. Schecker

Auf der Basis von eigenen und von in der Literatur aufgeführten Messungen des fluiddynamisch kritischen Massenstroms bzw. des maximalen Massendurchsatzes bei Zweiphasenströmung aus Wasserdampf/Wasser, Kältemittel R134 a Dampf/Flüssigkeit und Luft/Wasser bzw. viskosem Flüssigkeitsgemisch sowie unter Zugrundelegung der in der Ingenieurpraxis häufig verwendeten Berechnungsmethoden bzw. des in dem Normentwurf ISO/CD 4126-10 angegebenen Verfahrens folgt, dass die Wiedergabegenauigkeit der besten Methoden, je nach Zweiphasensystem, im Mittel zwischen rund 30 % und 100 % liegt. Die größten Abweichungen treten im Bereich eines Massendampf/gasgehalts von 0,1 % bis 1 % auf, d. h. in dem bei einer Druckentlastung mit Austrag eines Zweiphasengemischs maßgeblichen Bereich. Den großen Abweichungen überlagert sich die Unsicherheit über den tatsächlichen kritischen Strömungszustand und die wahren Stoffwerte der beiden Phasen. Allerdings ist mit den besten Methoden immer die sicherheitstechnisch unabdingbare zutreffende Bemessung oder gar Überdimenisionierung des Entlastungsquerschnitts gegeben.

Autor(en):
Friedel, L.; Derlien, H.; Moncalvo, D.; Jerinic, D.

Der vollständige Beitrag ist erschienen in:
Technische Überwachung 5-2006, Seite 15-21
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